Sonja


"Ich erinnere mich daran, als Jugendliche zusammen mit türkischen Schulkameradinnen getanzt zu haben. Plötzlich sagte eine "Mensch, bist Du steif, Du kannst Dich ja überhaupt nicht bewegen!" Ich habe danach nie wieder eine Bewegung zu orientalischer Musik gewagt, obwohl sie mich immer mitgerissen hat.

Dann hätte ich auch noch einen Bandscheibenvorfall und habe begonnen Bauch- und Rückenübungen zu machen. Ich hatte jedoch das Gefühl, nicht wirklich mehr Kraft und Stabilität in der Rumpfregion zu entwickeln.

Ich hatte es zwischenzeitlich auch mal mit Tanzen probiert, war jedoch nach kurzer Zeit immer sehr frustriert, weil ich mit den Schrittfolgen nicht zurechtkam.

Aus Neugier bin ich dann zum Probetraining ins OT pur gegangen und das war genau das Richtige: Ich habe, ohne es wirklich zu merken, sehr viel Kraft in der Bauch- und Rumpfmuskulatur entwickelt, meine Hüftschwünge haben schon für Bewunderung gesorgt und ich kann bei Choreographien mithalten, und wenn nicht, ist das nicht frustrierend, da der Bauchtanz im Vergleich mit anderen Tanzstilen aufgrund der körperlichen Unterschiede viel mehr Spielraum für Individualität lässt. Man fühlt sich nicht gleich als Verlierer, wenn man eine Schrittfolge langsamer lernt, weil die Atmosphäre nicht leistungsorientiert und auf Konkurrenz ausgerichtet ist - das finde ich sehr entspannend und genau richtig für meine Freizeitgestaltung neben dem Beruf.

Ich würde mal sagen, die nächste türkische Hochzeit kann kommen!"

Sonja L.